Um Diebe dabei zu hindern, Ware zu stehlen und potentielle Diebe aus dem Geschäft fernzuhalten, kann man eine Detektei beauftragen.
Die Mitarbeiter einer Detektei können die Inventurdifferenz bekämpfen, dem Verkaufspersonal Sicherheit und Schutz gewährleisten sowie die Verkaufsräume in den personalschwächeren Zeiten zu sichern. So können Schwachstellen erkannt und Verlustrisiken beseitigt werden. Darüber hinaus kann eine Detektei die Mitarbeiter eines Unternehmens in sicherheitsdienstlichen Grundlagen schulen und auf diese Weise die Wachsamkeit im Alltag verbessern.
Diebe schlagen immer dann gerne zu, wenn sie sich in Sicherheit wiegen. Das ist immer dann der Fall, wenn das Geschäft voll ist. Dann meinen sie, am wenigsten entdeckt zu werden. Verstärkt wird dieser Gedanke dadurch, dass das Personal reduziert wird. Häufig sind die wenigen Mitarbeiter so stark ausgelastet, dass sie neben der Arbeit kaum noch Zeit haben. Wenn Personal wirtschaftlich eingesetzt wird, kann diese Wirtschaftlichkeit dazu führen, dass das Geschäft am Ende Verlust macht, weil die Inventurdifferenz steigt.
Auch eine Vollzeitüberwachung inklusive Rufbereitschaft wird von manchen Detekteien angeboten. In so einem Fall übernimmt ein Detektiv zu vereinbarten Zeiten, zum Beispiel tage- oder wochenweise, die Überwachung eines Geschäftes. Im Rahmen eines Überwachungsverbundes, zu dem auch eine Rufbereitschaft gehört, sind die Detektive im Center präsent und ständig auf Rundgängen unterwegs. Dabei werden sämtliche Geschäfte, die dem Überwachungsverbund angehören, spontan während der Öffnungszeiten besucht, das kann mehrmals am Tag sein, eine halbe Stunde oder eine Viertelstunde. Sobald das Verkaufspersonal einen Verdacht gegenüber einen Kunden hat, kann es die Detektei anrufen und innerhalb kürzester Zeit wird jemand vor Ort sein.
Durch die Zusammenarbeit mit einer Detektei können nachweislich Einzel- wie auch Gruppendiebstähle reduziert werden. Zu diesem Erfolg trägt auch der Überwachungsverbund bei, der einen wesentlichen Anteil an diesem Erfolg hat.
Wer Detektiv werden möchte, der muss keine konkrete Ausbildung absolvieren, die Ausbildung ist nämlich nicht rechtlich geregelt. Sie basiert vielmehr auf einer Gewerbeordnung von 1869, wonach jeder, der Lust hat, Privatermittler werden kann. Die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) bietet jedoch, ebenso wie die TÜV-Akademie, die IHK und private Ausbildungsinstitute Ausbildungen an, die sogar eine interne Abschlussprüfung beinhalten. Je nachdem, was für eine Ausbildung man macht, dauert sie entweder einige Monate oder zwei Jahre.
Obwohl eine Ausbildung nicht vorgeschrieben ist, haben die meisten agierenden Detektive ihre Tätigkeit gelernt. Viele waren zum Beispiel beim Bundeskriminalamt angestellt, haben beim Militärischen Abschirmdienst, dem Verfassungsschutz, der Polizei oder der Bundeswehr gearbeitet. Sie profitieren von ihrer langjährigen Erfahrung aus dem Bereich der Überwachung.