Bibel App Offline Deutsch

Martin Wiedmann, dem Sohn des verstorbenen Künstlers Willy Wiedmann, ist es zu verdanken, dass das Projekt seines Vaters der Öffentlichkeit vorgestellt wird. 16 Jahre arbeitete Willy Wiedmann an der farbigen Bibel. Die Anregung zu der Bibel kam dem Künstler, als er den Auftrag bekam, eine Kirche in Zuffenhausen auszumalen. Die Verbindung zwischen Kirchen sowie Kunst ist es ebenso gewesen, die Willy Wiedmann auf die Idee zu seinem Lebenswerk brachte: Die künstlerische Darstellung der Bibel. Von anderen Künstlerbibeln unterscheidet sich die Wiedmann Bibel auch dadrin, dass diese auf jeden kleinen Text verzichtet. Die Wiedmann Bibel besteht aus puren ineinander übergehenden Bildern, welche für sich selbst sprechen und wirken können., Nach dem Studium entwickelte Willy Wiedmann den persönlichen Malstil, den so genannten „Polykonmalerei“. Diesen präsentierte dieser zum ersten mal 1965 in Stuttgart wie auch später international. Aber blieb es nicht dabei, dass dieser ausschließlich auf Blättern ebenso wie Leinwänden malte. Vor allem war er sehr angetan von der Kirchenmalerei. Er gestaltete ebenso wie bemalte im Ganzen 4 Kirchen kunstreich. Darunter befanden sich auch die Martinskirche und die Pauluskirche. 1982 erstellte Wiedmann erst einmal das „Martinsfenster“ hinsichtlich der Martinskirche, in Zusammenarbeit mit Volker Saile sowie Laleh Bastian sowie zwei Jahre später begann Wiedmann die vollständige Gestallung der Pauluskirche zu übernehmen., Diese Bibel ist eine Prise andersartig, als sie uns bekannt ist: Diese Bibel besteht aus 3.333 Seiten und die jeweiligen, von Hand illustrierten Seiten hintereinandergesetzt bringen es auf im Allgemeinen 1,6 Kilometer Länge. Jene Grundrechnung ist daher angebracht, weil der Künstler die alleinige existierende Ausgabe seiner Bibel in Form eines Leporellos gebunden hat, sodass 19 Bildbänder mitca. 90 m Länge hervorgegangen sind. Jene 19 Bände der Wiedmann Bibel enthalten beinahe alle biblischen Bücher sowie auch manche Apokryphen. Wir reden hier von der längsten gemalten Bibel der Welt, welche von dem Stuttgarter Willy Wiedmann (1929 – 2013) geschaffen wurde. 16 Jahre lang hätte er an dieser Bibel gearbeitet., Willy Wiedmann versah jede gemalte biblische Szene mit einem Text. Er beschreibt, um was es dabei geht und was ein Leser auf dem Bild erkennen kann. Jene geschriebenen Texte sind gemäß seinem Sohn vor kurzem in einem seiner Koffer entdeckt worden sind. Martin Wiedmann berichtet, nach dem Tod von Willy ihm klar wird, was dieser gewissermaßen geschaffen hat. Denn Willy hatte die Bibel absolut nie jemanden zu seinen Lebenszeiten vorgezeigt. Martin ist nun dabei, das Produkt von Willy berühmt zu machen. Das probiert er, auf die Weise, dass er die gesamte Bibel ablichten ließ, auf dass die Bibel ebenso digital angeschaut werden kann. Willy Wiedmann hat zu Lebzeiten keinen Verlag gefunden, der sein Werk als Schriftwerk auf den Markt befördern wollte. Der Betrieb von Martin brachte nun vor Kurzem die App und eine DVD der „Wiedmann Bibel“ heraus. Bei der App sind bis zu 280 Bilder kostenlos einsehbar. Wenn man aber mehr sehen will, kann man sich die personalisierte Autorisierung erkaufen, die einmalig weniger als fünf € kostet. Ein Teil der Einnahmen wird an Hilfsprojekte gespendet., Keines der ursprünglichen Manuskripte der biblischen Texte ist erhalten geblieben. Wir besitzen z. B. weder das Original der Worte des Propheten Jeremia, noch das Originaldokument von dem Schreiben des Apostels Paulus an die Gemeine in Rom. Allerdings gibt es Abschriften der Originale, die in verschiedener Menge vorliegen sowie selbstverständlich verschieden alt sein können. Denn bis zur Erfindung des gegenwärtigen völlig normalen Druck eines Buches, existierte damals bloß eine einzige Option Bücher zu duplizieren: Man gezwungen sie mit der Hand abschreiben. Nur der Werkstoff, auf welchem man schrieb, war verschieden in der Art. Zum einen gab es Stein, Ton, Leder, Pergament oder Papyrus worauf man schreiben musste. Papyrus- oder Pergamentseiten wurden in mehreren Spalten beschrieben sowie folglich aneinander geklebt oder genäht. So sind lange Streifen hervorgegangen, welche man aufrollte und komfortabel lagern sowie lesen konnte. Die jeweiligen wie auch ersten Bücher der Bibel existierten in Form dieser Rollen. Dies zählt jedenfalls bezüglich des Alte Testaments. Die unerfahrene Christenheit hat bereits früh eine andere Buchform benutzt, die der aktuellen ziemlich ähnlich ist: den Kodex. Dieser setzt sich aus aufeinander gelegten Blättern zusammen, welche geheftet wurden. Viele Schriften des Neuen Testaments verfügen jene Form. Die möglicherweise traditionsreichsten und berühmtesten Funde von alttestamentlichen Handschrifte wurden 1947 in den Höhlen von Qumran am Toten Meer gemacht, wo die Schriftwerke vor zweitausend Jahren teils in Tonkrügen verborgen worden., Folgendes wird in dem NT geschriebenen: Nach dem Lebensende und der Auferstehung Jesu begannen Christen, seine Worte sowie Taten mitzuteilen. Da sie glaubten, dass der Weltuntergang kurz nah sei, hielten sie es während der ersten 2 Jahrzehnte jedoch keinesfalls vonnöten, dies ebenfalls handschriftlich zu notieren. Als ihre Heiligen Schriften verwendeten die ersten Christen vorerst völlig natürlich die des Judentums. Die traditionsreichsten schriftlichen Teile des Neuen Testaments sind die Briefe des Apostels Paulus. Folglich entstanden die erzählenden Schriften, welche allerdings auf älteren, zum Teil ausschließlich mündlich übermittelt, teils bereits schriftlich fixierten, Überlieferungen aufbauen. In dem Blickpunkt der neutestamentlichen Schriften steht allerdings generell die Botschaft von Kreuz ebenso wie Auferstehung Jesu., Willy Wiedmann wurde keineswegs nur berühmt mit Hilfe der Ausstellungen seiner eigenen Künste, sondern auch als Unterstützer unterschiedlicher Künstler, die er selbst präsentierte. 1964 eröffnete Wiedmann die eigene Sammlung, die dieser bis 1985 leitete. In der Tätigkeit als Galerist arbeitete Willy mit bekannten Künstlern gemeinschaftlich. Darunter befanden sich unter anderem Pablo Picasso sowie Georges Braque. In seiner Sammlung stellte Wiedmann 1966 zu erst Dalis Bilder aus. Aus der Wiener Schule folgten weitere Werke wie auch des Südafrikaners Nkoane Harry Moyaga. Wiedmann war nach persönlicher Stellungnahme, der erste Galerist in Europa, der Werke eines Schwarzafrikaners präsentierte.